Archiv der Kategorie: Usbekistan

Kokand

In Kokand kamen wir spät abends an und suchten vergebens nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit. Letztlich landeten wir natürlich in demjenigen Hotel, welches wir uns als erstes angeschaut hatten und das uns da noch als übertrieben teuer vorgekommen war. (Es war uns natürlich nicht peinlich, dass wir eine Stunde zuvor, nach der Preisgabe des Preises, noch freundlich abgewunken haben.) Da wir jedoch nicht eine Busse riskieren wollten – die uns an der Grenze aufgrund einer fehlenden Hotelregistrierung drohte – übernachteten wir komfortabel. Dies kam vor allem Johanna gelegen, da sie sich nach einem Sturz in den Wassergraben (die bei Dunkelheit leicht übersehbar waren) nach einer Dusche sehnte.
Am nächsten Tag suchten wir den Palast des Khan auf, der über eine wunderschöne, bunte Fassade verfügte und, wenigstens am Freitag, von einem sehr belebten Park umgeben war. Mehr gab’s dann nicht zu sehen und da wir frühzeitig an der Grenze sein wollten, brachen wir auch bald auf.

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Taschkent

In Taschkent fanden wir ein Hotel direkt beim Bahnhof, das eigentlich nur Schlafsääle ohne Duschmöglichkeiten bot. Als Johanna aber nach einem Schlafplatz fragte, wurde ihr lediglich die „Luxussuite“ angeboten. Da diese jedoch nur ca. 18$ pro Nacht war, nahmen wir diese Luxussuite, die sich als sehr grosses Zimmer inkl. Badezimmer entpuppte (leider funktionierte das Licht im Badezimmer nicht, weshalb die Rasur von Fabian nur als „wenig gelungen“ bezeichnet werden konnte.)
Tags darauf ging es auf den TV Tower, von dem aus wir bereits den riesigen Freizeitpark begutachten konnten. Fabian war Feuer und Flamme, hielt die sowjetischen Achterbahn dann jedoch für ein zu grosses Wagnis. (Man soll das Glück ja nicht zu oft herausfordern und das sowjetische Riesenrad war der Herausforderung genug:-))

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Samarkand

In Samarkand angekommen, fanden wir ziemlich direkt das von uns gesuchte billige Hotel, das sich in der Nähe des historischen Hauptplatzes (des Registans) befindet. Das Hotel war der Treffpunkt einer Menge ähnlich reisender Leute (viele auch mit Fahrrad). Wir konnten uns auch sogleich an den sehr langen Tisch setzen und dort abendessen. Imweiteren Verlauf des Abends lernten wir verschiedene der Reisenden kennen und man besprach verschiedene Probleme auf verschiedenen Routen (Strassenzustand, Grenzübergänge usw.). Wir wurden immer mehr damit konfrontiert, dass eine Einreise nach China mit dem Auto wohl mit wesentlich höheren Kosten verbunden sei, als wir dachten. Da es schon spät war, beschlossen wir, uns in den folgenden Tagen genauer mit dieser Problemstellung auseinanderzusetzen. Da es nur noch Platz im Massenschlag hatte, übernachteten wir halt dort, wurden aber leider mitten in der Nacht durch einen sich lange Zeit immer wieder übergebenden Holländer geweckt und wach gehalten. Es war halt der letzte Abend vor Ramadan gewesen und er hatte wohl mit EInheimischen zusammen etwas zu viel getrunken.
Am nächsten Morgen machten wir uns jedoch trotzdem früh auf, die Stadt zu erkunden. Leider wurden wir etwas durch die Tatsache angeödet, das die Eintrittpreise für Nicht-Usbeken um das 13-fache höher sind als für die Einheimischen. Sie sind zwar trotzdem nicht riesig hoch (meist so 3-4$), aber irgendwie war die Differenz doch störend hoch.
Auf unserem Rundgang trafen wir auf zwei Belgier, die wir bereit am Vorabend kurz im Hotel kennengelernt hatten und wir verbrachten den Rest des Tages mit gemeinsamen Erkundigungen. Am Abend im Hotel beim Nachtessen langen Tisch trafen wir dann u.a. auf zwei andere Belgier, welche für die garantierte Einreise mit dem Auto in China 6’400 € im Voraus bezahlt hatten. Unsere Bedenken bezüglich der weiteren Reiseplanung wuchsen weiter, obwohl wir eigentlich bereits ein Visum für China haben.
Am nächsten Morgen standen wir um 4:40Uhr auf, weil wir erfahren hatten, dass man von den Polizisten auf dem Registan – gegen eine kleine (wahrscheinlich informelle) Gebühr, auf eines der Minarette gelassen wurde, um den Sonnenaufgang zu betrachten. Wir erklommen also frühmorgens das Minarett der Ulug’Beg Medrese und fanden es danach ein lohnenswertes Frühaufstehen. Zurück im Hotel legten wir uns nochmals etwas schlafen.
Wieder aufgestanden machten wir uns daran, einen Vermeidungsstrategie für die exosbitanten Chinaeinreisekosten zu finden und kontaktierten verschiedene Reiseveranstalter in Kashgar (der theoretisch ersten Station in China). Zur Zeit sind wir immer noch unsicher, wie das klappen soll, wir sind aber eigentlich nicht bereit, mehr als ca. 600$ zusätzlich zu bezahlen, weshalb wir noch einen Plan B zu kreieren gedenken, nämlich in Bishkek ein Visum für Kasachstan zu beantragen und dann in Astana ein russisches (Transit-)Visum. Mal schauen, was die nächsten Tage bringen werden, jedenfalls geht’s morgen mal weiter nach Taschkent.

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Fahrt nach Samarkand (Vabkent & Rabat-i-Malik)

Auf unserer Fahrt nach Samarkand besuchten wir zuerst noch Vabkent, weil wir gelesen hatten, dass dort ein sehenswertes Minarett steht und jeweils Sonntag ein grosser Viehmarkt stattfände. Das Minarett fanden wir zwar, aber vom Viehmarkt fand sich – obwohl Sonntag war – keine Spur.
Danach hielten wir nochmals bei Rabat-i-Malik, um die Überreste einer einst grossen Karawanserei zu besuchen.

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Chor Bakr

Von Bukhara aus fuhren wir nochmal sein kleines Stück zurück in Richtung Westen, um die Nekropole von Chor Bakr zu besuchen. Es war schön, beinahe die einzigen Besucher zu sein. Leider hatte es mancherorts eine Ansammlung verschiedener Wespennester, mit hochagressiven Wespen, welche viel länger und dünner als die bei uns bekannten Wespen sind.

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Buchara 2

Am Abend schafften wir es dann doch noch auf einen Spaziergang und fanden ein Restaurant in einer ehemaligen Medrese und dann entdeckten wir, dass die Abhärtung der Einheimischen bezüglich Durchfallerkrankungen schon im Kindesalter mit Sprüngen in eher dreckiges stehendes Wasser erfolgt.
Wir spazierten auch an unserem Auto vorbei und fanden einen Gruss auf unserer verstaubten Rückscheibe vor. Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter.

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Bukhara

Nach Turkmenistan ist Usbekistan (oder zumindest Bukhara) eine Offenbarung. Die Polizei ist freundlich und hob nur warnend den Finger als Fabian auf einer Einbahnstrasse in die falsche Richtung fuhr (Das Einbahnschild muss abmontiert worden sein, wir hatten es jedenfalls nicht gesehen.). Von willkürlichem Anhalten und horrenden Bussen also keine Rede. Zudem ist Bukhara extrem lebendig, touristenfreundlich und absolut sehenswert.
Da wir uns der Stadt vom Westen her näherten, trafen wir nach zwei riesigen Medresen zuerst auf die westlich gelegene Festung (Ark). Sie diente dem Emir als Residenz, ist mit Gefängnissen, Moscheen etc. ausgestattet und bot mehreren tausend Menschen und Tieren Platz. Auch soll es einen unterirdischen Fluchtweg für den Emir geben, der ist jedoch so gut versteckt, dass er bis anhin nicht gefunden wurde. Nach dem Bezahlen des Eintritts wurde uns eine Reiseführerin gerufen, die uns gratis herumführte und uns danach noch mit dem Wechseln und Abheben von Geld sowie dem Finden eines Hotels behilflich war. Sie war ein wahrer Engel und wird so vermutlich mehr Geld verdienen, als wenn sie Geld verlangen würde.
In Usbekistan unterscheiden sich die Wechselkurse auf dem Schwarzmarkt übrigens enorm von den offiziellen Kursen. So bekommt man auf den Basaren für 1 Dollar 2500 Som, während man in Banken für 1 Dollar 1750 Som erhält.
Am nächsten Tag schlenderten wir bei brütender Hitze durch die wunderschöne historische Stadt und bestaunten die Moscheen, Plätze, Parkanlagen und Medresen (Bukhara verfügt über enorm viele Medresen, da sich jeder Emir eine Medrese bauen liess.).
Zudem wagten wir noch eine abenteuerliche Fahrt auf einem Riesenrad aus Sowjetzeiten, das von Rost strotzte und auf dem wir als einzige Gäste – mit etwas Angst in den Knochen – eine Runde drehten.
Da uns das Hotel zu teuer war, suchten wir uns für die nächsten beiden Nächte ein billigeres. An Hotels wie Internetcafés (leider sind auch her manche Seiten gefilteret, so u.a. unsere Blog-Seite) herrscht kein Mangel und auch Touristen trifft man erstmals seit Langem wieder häufig an. Auf dem zentralen Platz (Laubi Hauz) begegneten wir auch wieder einigen der Backpacker, die wir bereits in Esfahan und Turkmenistan kennen gelernt haben.
Übrigens ist zum ersten Mal Durchfall zu beklagen. Zu Mittag gab es in Kohl gewickeltes Hackfleisch mit Zwiebeln und Salat. Wobei sich Fabian sicher ist, dass es eben dieser Salat war (oder genauer das Salatblatt unter den Tomaten, das nur von ihm gegessen wurde), das zum Durchfall führte.
Den dritten Tag verbrachten wir also mehrheitlich im Hotel. Einzig ein Abstecher zur Chor Minor, der winzigen Moschee mit den vier Türmen inmitten labyrinthartiger angelegter Gässchen, lag (bisher) drin. Aber lassen wir doch die Bilder sprechen:

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