Archiv der Kategorie: Panama

Fahrt durch Panama

Von Colón aus fahren wir, parallel zum Panama-Kanal – als erstes wieder in Richtung Panama-City zurück, biegen aber vorzeitig westlich auf eine Umfahrung ab, damit wir nicht durch die Stadt zu fahren brauchen. Bald überqueren wir den Panama-Kanal, auf dem sich zu diesem Zeitpunkt leider gerade kein Ozeanriese in Sichtweite befindet. Heute erreichen wir jedoch nur noch Chorrera, wo wir bei einer Tankstelle auftanken und auch gleich übernachten.
Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter Richtung Cost Rica und da die Strasse in hervorragendem Zustand ist, kommen wir sehr gut voran und erreichen kurz vor dem Eindunkeln bereits die Grenze in Paso Canoas, wo wir uns spontan dazu entschliessen, diese noch heute zu überschreiten. Doch leider wird nichts draus: mal wieder hat ein Stromausfall alles lahmgelegt und da – gemäss Auskunft der Zollbeamten – kaum Hoffnung auf baldige Besserung besteht, suchen wir uns halt ein Parkplätzchen für die Nacht. Diesen finden wir vor einem der unzähligen Zollfreieinkaufszentren.
Bereits früh am nächsten Morgen, als wir wieder an der Grenze stehen, hat sich eine lange Schlange gebildet. Entgegen einiger eigener Fairnessprinzipien drängeln wir mangels Geduld ein bisschen vor und kommen so bald weiter an die costaricanische Grenze.

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Colón

Vor Colón sind wir schon lange wegen der prekären Sicherheitslage gewarnt worden und als wir mit dem Bus durch die heruntergekommene Stadt fahren, denken wir, dass dies wohl zu recht getan wurde. Wir haben uns aber ein Hotel in Nähe des Busbahnhofs herausgesucht und der Billetkontrolleur im Bus, den wir nach der Richtung fragen, ruft sogleich den Hotelsicherheitsdienst, obwohl wir nur ca. 50m alleine zu gehen hätten (und dies, nota bene, bei Tage). Das Hotel ist zwar nicht ganz billig, aber da wir zu dritt sind, können wir uns den Zimmerpreis teilen. Abendessen nehmen wir im Hotel-eigenen Restaurant ein, raus in die Nacht gehen wir nicht mehr.
Am nächsten Morgen besorgen wir uns als erstes eine Autoversicherung, ohne die wir den Hafen nicht verlassen dürften und anschliessend lassen wir uns zum Hafen fahren. Dort geht es dann die meiste Zeit ganz rasch voran und v.a. sind die Leute sehr hilfsbereit und überhaupt nicht korrupt (es geht also auch anders, als in anderen Häfen – allen voran Buenos Aires). Leider müssen wir dann nochmals eine Fahrbewilligung bei einer älteren Dame holen, deren Telefon immer wieder läutet, kaum hat sie aufgehängt (und die sich wohl auch einfach nicht kurz halten kann am Apparat). Schliesslich können wir unsere Autos aus dem Container fahren, aber den Hafen noch nicht verlassen, ohne noch ein paar weitere Stempel zu holen. Da es dabei zu einem veritablen Wolkenbruch kommt, verkommt das Einholen des letzten Stempels zu einer Dusche im Freien. Danach können wir bereits (es ist erst ca. 16Uhr) den Hafen mit unseren Autos verlassen und uns auf die Fahrt in Richtung Costa Rica machen.

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Panama-City

Nachdem wir von einem überteuerten Taxi-Jeep von unserer Anlegestelle nach Panama-City gefahren wurden, können wir uns nicht lange hier aufhalten, da wir bald wieder den Bus nach Colón erwischen müssen. Wir werden immer noch begleitet von Jeff, der sich hier an Land Ersatzteile für die Reparatur des Schiffsmotors besorgen will. Was wir von der Stadt mitbekommen sind enorm viele Wolkenkratzer und riesige Einkaufszentren für zahlungskräftige Kunden – die Stadt ist ein riesiges Offshore-Zentrum mit Filialen von Banken aus aller Welt.

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Segeltörn Kolumbien-Panama (Islas San Blas)

Mit einem Tag Verspätung treffen wir also im Jachthafen Club Nautico ein und lernen die Besitzer/Veranstalter kennen: es sind dies Jeff und Rachel aus Colorado (USA), die sich den Traum einer Weltreise mit Segelboot erfüllen wollen und durch diese Segeltörns ihr Boot abzuzahlen gedenken um danach ihre eigene Reise zu starten. Daneben teilen wir das Boot mit neun weiteren Gästen: drei Australiern, zwei Israelis, zwei Franzosen, einer Amerikanerin und natürlich Patric. Nachdem wir uns bekannt gemacht haben, gehen wir noch kleinere Vorräte für den kleinen Hunger zwischendurch einkaufen und dann geht es auch schon los. Bei unserer Abfahrt dunkelt es bereits ein und wir sehen zum Abschied die herrlich erleuchtete Skyline von Bocagrande. Nachdem man sich bei ersten Gesprächen etwas besser kennen gelernt hat, gehen wir auch schon ins Bett, damit es uns nicht schlecht wird vom Wellengang.
Der erste Tag besteht dann v.a. aus Motor-unterstütztem Segeln und da wir uns nicht immer all zu wohl fühlen, verbringen wir viel Zeit mit lesen und schlafen. Am nächsten Morgen dann hören wir kein Motorengeräusch mehr und an Deck wird uns erklärt, dass wir einen Motorschaden haben und wir auch kaum mehr vorwärts kommen, da momentan totale Flaute herrsche. Um wenigstens etwas weiter zu kommen und nicht abzutreiben, wird dass kleine Landungsschlauchboot mit Aussenbordmotor seitlich am Schiff befestigt um dessen geringe Motorenleistung zu nutzen. Nachdem wir ein paar Stunden so weitergefahren sind, droht der Diesel knapp zu werden, aber uns kommt ein anderes Schiff (die „Stahlratte“ aus Bremen) zur Hilfe, welches uns, statt einfach Treibstoff zu verkaufen, gleich bis zu den nicht mehr all zu weit entfernten San Blas Inseln abschleppt. Dort gibt es dann endlich ein erstes Bad im Meer, welches eine willkommene Abkühlung bedeutet. Dann gehen wir per Schlauchboot an Land um ein Dorf der indigenen Kuna zu besuchen und um Langusten fürs Abendessen einzukaufen. Viele Touristen scheinen hier wohl nicht vorbei zu kommen, so wie wir bestaunt werden. Wieder an Bord werden die Langusten gekocht und wir geniessen ein Feinschmeckerabendessen. Später gibt es dann noch ein nächtliches Bad im Meer, zu dem sich sogar Fabian überwinden kann und fasziniert ist von den bei Schlägen aufs Wasser biolumineszierenden Kleinstorganismen, die aber mit der Zeit ganz schön gespenstisch werden können.
Die nächsten Tage verbringen wir dann an einsamen Stränden unbewohnter Inseln mit gelegentlichem Schnorcheln und Wasservolleyballspielen.
Am letzten Tag werden wir schliesslich auf die Hauptinsel Porvenir gebracht, um die Zollformalitäten der Einreise nach Panama zu erledigen. Von dort aus geht es dann zum Festland weiter und einem Fluss entlang zur Strasse. Die Einreiseroute wirkt auf uns eher wie eine Schmuggelroute, aber trotz fehlender Infrastruktur (abgesehen vom Anfang der Strasse), werden uns bei der Ankunft noch zwei Dollar „Hafengebühren“ abgeknöpft.

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