Archiv der Kategorie: Mexiko

Fahrt nach Chichén Itzá

Nachdem wir Cobá verlassen haben, fahren wir auf direktem Weg nach Chichén Itzá weiter. Da wir am nächsten Morgen ganz früh (und vor dem ganzen Besucherstrom) in der Anlage sein wollen, nehmen wir den direkten Weg quer durch den Dschungel (natürlich schon auf der Strasse :-)). Es gibt nur wenige Kurven und ganz wenig Verkehr – die stark frequentierte Verbindung führt direkt vom Strand nach Chichén Itzá. Beim Eindunkeln finden wir dann ein völlig unbelegtes Bungalow-Hotel, als dessen einzige Gäste wir die Nacht in einem der niedlichen Bungalows verbringen.
Früh am nächsten Morgen legen wir dann die letzten ca. 40km bis zur Ruinenanlage von Chichén Itzá zurück.

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Cobá

Im weitläufigen Cobá hat die touristische Entwicklung in den letzten Jahren wohl einen enormen Sprung gemacht. War man früher hier beinahe alleine unterwegs, kann man sich jetzt von dutzenden Fahrradrikschas herumkutschieren lassen. Da das Gelände aber derart weitläufig ist, geht es hier trotzdem weit geruhsamer zu und her als in Tulum.
Wir spazieren kreuz und quer durch die Ruinenanlagen, versuchen die Interpretationen der Stelen in den eigentlichen Stelen wiederzuentdecken und gelangen schliesslich zur höchsten Pyramide, dem sogenannten „Castillo“ der Nohoch Mul Gruppe. Hier sind dann aber doch wieder viele TouristInnen versammelt, die grösstenteils enorme Mühe bekunden die Pyramide zu erklimmen. Da wirken sportlich aussehende 25jährige so, als läge ihr 100ster Geburtstag doch schon einiges zurück. Noch eklatanter zeigt sich der Mangel an Gehvermögen im Abstieg: die meisten setzen sich von Stufe zu Stufe. Es wirkt als komme eine Horde Zweijährige die Treppe herunter.
Nachdem wir die Aussicht von oben über den Dschungel genossen haben, machen wir uns zu weiter im Dschungel verstreuten, unrenovierten Tempelanlagen auf. Kurz vor der Schliessung der Ruinenanlage eilen wir dann nochmals zum Castillo zurück, um dieses etwas einsamer sehen zu können.

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Tulum

Nachdem wir an der Grenze alles erledigt haben, fahren wir bis nach Tulum weiter, kaufen Wein, Brot, Käse und Fleisch ein und fahren zu einem „Parkplatz“ direkt am Strand etwas südlich der archäologischen Stätte und zwischen vielen kleinen Hotelanlagen gelegen. Da es schon dunkel wird, verschieben wir den Sprung ins Meer auf den nächsten Tag und setzten uns zum gemütlichen – vom obligaten Jass begleiteten – Picknick hin.
Nach einiger Zeit werden wir jedoch unterbrochen: ein „Ranger“ hält bei uns an und fragt uns, ob wir ihn wohl begleiten wollen beim Aussetzen von jungen Schildkröten. Ja natürlich! So begleiten wir ihn zu einem nahen Strandabschnitt, wo zwei freiwillige Helferinnen der Schildkrötenaufzuchtsorganisation bereits warten. In einem „Lagerraum“ nehmen wir Styroporkisten voller vor kurzem geschlüpfter Schildkröten mit uns mit und laufen Richtung Meer. Zuerst werden alle Schildkröten gezählt, und dann freigelassen, wobei ein paar sich in der Richtung irren und immer wieder in Richtung Meer umgedreht werden müssen. Manche sind schon ganz entkräftet und erreichen kaum das Meer. Es werden nicht viele von ihnen überleben: von den über hundert, die wir heute Nacht freilassen wohl höchsten eine. Diese wird jedoch genau wieder an diesen Strand zurückkehren, um dann ihrerseits wieder Eier abzulegen. Und wir haben weiter Glück: Wir werden auch noch Zeugen, wie eine solche „erwachsene“ Schildkröte hierhin zurückgekehrt ist, sich mühselig den Strand „hinaufrobbt“ und nach einigem Buddeln ihre Eier ablegt. Nachdem die Schildkröte wieder zurück im Meer ist, werden die Eier sogleich ausgegraben und in eine Styroporschachtel gelegt, damit sie unter geschützten Bedingungen schlüpfen können und so mehr von ihnen den Weg ins Meer antreten können. Schliesslich kehren wir müde, aber um eine spezielle Erfahrung reicher, zum Auto zurück und legen uns schlafen.
Am nächsten Morgen trennen wir uns für längere Zeit von Patric: er möchte die kommenden Tage am Playa del Carmen verbringen und wir wollen viele verschiedene Mayahinterlassenschaften anschauen. Nachdem wir uns verabschiedet haben, fahren wir auch gleich zu den ersten Mayaruinen: denen von Tulum. Es hat hier sehr viele Touristen, obwohl eigentlich gerade nicht die Haupttourismuszeit ist; aber die Badestrände der Riviera Maya sind nahe und die Anlage von Tulum bekannt für ihre schöne Lage direkt am Meer. Die Ruinen selbst sind eher kleinräumig, obwohl die Stadt mal ein bedeutender Handelsknoten gewesen sein soll. Nachdem wir ausgiebig durch die Ruinenanlage spaziert sind, machen wir uns schliesslich auf die Weiterfahrt.

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Chetumal

In Mexiko gelangen wir zwar über die Grenze, leider aber ist das Büro für die Einreise des Autos schon geschlossen. Wir müssen morgen nochmals vorbeikommen, dürfen aber vorerst einreisen (allerdings mit der Bedingung, im Bundesstaat Quintana Roo zu bleiben). Wir begeben uns also in die nächste Stadt, Chetumal, um dort mexikanische Pesos zu besorgen, ein Hotel zu finden und ein erstes Mal das schön scharfe mexikanische Essen zu geniessen.
Am nächsten Morgen fahren wir dann an die Grenze zurück, melden das Auto korrekt an und freuen uns auf uneingeschränkte Fahrt in Mexiko.

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