Archiv der Kategorie: Costa Rica

La Cruz

In La Cruz haben wir uns wieder mit Patric verabredet – mit Vorteil an einer Tankstelle oder einem Restaurant entlang der Strasse. Leider finden wir ihn an keinem der besagten Orte, die aber auch nicht einen wirklich einladenden Eindruck machen. So fahren wir denn ins Stadtzentrum und begeben uns in ein Internetcafé, wo wir sein Mail bekommen, dass er in einem Restaurant in der Stadt auf uns warte. Auf unsere Nachfrage bei der Internetcafébesitzerin, wo sich denn dieses befände, erklärt sie uns, dass wir lediglich knapp 100m weiter zu fahren brauchen. So treffen wir denn Patric wieder und setzen uns zu einem „Wiedersehensjass“ hin.
Nachdem wir auf dem Parkplatz des Restaurants übernachten durften, machen wir uns am nächsten Morgen gemeinsam auf die Weiterreise zum Grenzort Peñas Blancas.

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Santa Rosa Nationalpark

Vom Rincón de la Vieja geht es gleich zum nächsten Nationalpark, nämlich den Santa Rosa Nationalpark, der sich im äussersten Nordwesten Costa Ricas am Pazifik befindet. Wir bekommen Einlass, es wird uns aber Beschieden, nur bis zum ersten Campingplatz zu fahren, da die weitere Strecke nur für 4×4 geeignet sei. Auf dem Weg zum Campingplatz besuchen wir noch die historische Hacienda Santa Rosa, wo am 20. März 1956 die Unabhängigkeit Costa Ricas bewahrt werden konnte. Bereits beim einsamen Campingplatz bleiben wir dann in einem Schlammloch stecken und kommen, trotz aller Versuche mit Wagenheber und Kies unters Rad, erst wieder frei, als ein Parkranger vorbei kommt uns uns mit seinem Wagen heraus zieht.
Am nächsten Morgen machen wir uns zu Fuss auf den 11km langen Weg zum Schildkrötenstrand, haben aber Glück, als ein Parkranger mit seinem Pick-up vorbeifährt und uns mitnimmt. So können wir unsere Zeit und Energie schonen und machen eine lange Wanderung dem Strand entlang und bis zu den Mangrovensümpfen, die wir allerdings nicht überqueren können, da es hier – gemäss Warnung des Rangers – viele Krokodile geben soll. Eine lebendige Meeresschildkröte bekommen wir allerdings nicht zu sehen (nur ein Skelett), so wandern wir denn durch den Wald zurück zum Ausgangspunkt und machen uns auf eine zweite Wanderung hin zu einem zu einem Süsswasserbach. Auf der Wanderung hören wir immer wieder einen Brüllaffen schreien und als wir endlich den Baum gefunden haben, von dem der Kerl herunterbrüllt, können wir ihn trotzdem nicht sehen – zu dicht ist das Blattwerk. Als wir dann zum zweiten Mal beim Ausgangspunkt zurück sind, haben wir kein Trinkwasser mehr und sind auch sonst ziemlich geschlaucht. Eigentlich stünden uns jetzt noch 11km Rückweg zu unserem Auto bevor, aber wir haben erneut Glück: in der Zwischenzeit ist nämlich ein brasilianisches Touristenpärchen mit 4×4 hierhin gefahren und nimmt uns am späten Nachmittag wieder bis zu unserem Auto zurück mit. Wieder hier, freuen wir uns auf unsere Trinkwasservorräte und eine, mehr oder weniger, kühle Dusche.

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Rincón de la Vieja Nationalpark

Nachdem wir uns in Liberia temporär von Patric verabschiedet haben, fahren wir in den Rincón de la Vieja Nationalpark, wo man Vulkanismus und Dschungelleben kombiniert zu Gesicht bekommt. Bereits kurz nach Betreten des Parks treffen wir auf eine Gruppe von Kapuzineräffchen, welche schwer zu fotografieren sind, da die Lichtverhältnisse im dichten Blattwerk nicht die besten sind und die Tiere natürlich auch nicht so gerne still halten. Johanna lässt sich davon natürlich nicht entmutigen…. Nach einer Weile kommen wir trotzdem weiter auf unserer Wanderung durch den Nationalpark, doch schon begegnen wir dem nächsten Tier: diesmal ist es ein mittelamerikanisches Aguti. Auch die dichte Pflanzenwelt und ein moosüberwachsener Wasserfall lassen uns nur langsam vorwärts kommen.
Erst danach erreichen wir die ersten Fumarolen, die von der Aktivität des Rincón de la Vieja Vulkans herrühren – es stinkt quer durch den Dschungel nach Schwefel. Auch bekommen wir kochend heisse Wasser- und Schlammtümpel zu Gesicht; jetzt ist es v.a Fabian, der unser Vorankommen stark verlangsamt. Schliesslich erreichen wir aber doch wieder unsere Ausgangspunkt bei der Hütte des Parkrangers, wo wir uns noch kurz ein paar „eingelegte“ Schlangen zu Gemüte führen, welche es auch im Park geben soll, uns aber nicht begegnet sind (glücklicherweise, da es hier die sehr aggressiven Lanzenottern gibt, über die Wikipedia sagt: „Bothrops asper gilt als sehr leicht erregbar. Bei absichtlichen Störungen bewegt sie sich sehr schnell, wechselt abrupt die Bewegungsrichtung und versucht zuzubeißen. Wird sie bei Dunkelheit mit einer Taschenlampe angestrahlt, sucht sie Deckung, kehrt aber dann oft an die Stelle der Störung zurück. Am Tag ergreift sie bei Annäherung eines Menschen nicht die Flucht, sondern vertraut auf ihre hervorragende Tarnung und verharrt regungslos. Erst bei Unterschreitung einer bestimmten Distanz oder bei Berührung beißt sie sehr schnell zu. Ein Großteil der Gebissenen nimmt die Schlange daher erst im Moment des Zubeißens wahr. Vor dem Biss richtet sich die Schlange auf, viele Menschen werden daher oberhalb des Knies gebissen.“ Ausserdem sind die Folgen eines Bisses der Lanzenotter auch bei einer Behandlung mit Gegengift übelster Natur….).
Kurz nachdem wir wieder beim Auto angelangt sind, bricht dann ein sintflutartiger Regenschauer über uns nieder.

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Liberia

Nachdem wir nicht sehr früh vom Arenalsee aufgebrochen sind (wir mussten uns ja auch noch von unseren Bekanntschaften verabschieden) gilt es, die Cordillera de Tilarán zu überqueren. Ausserdem beginnt es des Nachmittags stark zu regnen und so schaffen wir es nur bis Liberia, wo wir auf dem Parkplatz eines Schnellrestaurants übernachten und die weitere Route besprechen.
Da Patric nicht zu sehr an den Nationalparks interessiert ist, werden wir uns für ein paar Tage trennen in denen er die nördlichen Strände der Nicoya-Halbinsel besuchen wird. Wir verabreden uns in La Cruz wieder, um dann gemeinsam die Grenze nach Nicaragua in Angriff zu nehmen.

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Am Arenalsee

Nachmittags kommen wir in Fortuna an und fahren im Halbkreis um den Volcán Arenal, der leider seit einigen Jahren nicht mehr aktiv ist und so kann man des Nachts kein Lavaglühen mehr beobachten. Wir fahren deshalb dem Ufer des dazugehörigen Stausees entlang um einen Ort für unser Camping-Picknick zu finden.
Trotz mancher Versuche finden wir einen solchen erst beim Ort Nuevo Arenal. Dort gibt es zuerst ein erfrischendes Bad und dann ein gemütliches „Jass-Picknick“.
Als wir am nächsten Morgen weiterfahren wollen, bemerken wir, dass der rechte Hinterreifen von Patrics Nissan Patrol Luft verliert und so halten wir an der Tankstelle in Nuevo Arenal, wo dieser auch gleich Revulkanisiert wird (der Reifen natürlich). In der Zwischenzeit warten wir in der lokalen Backstube, die einem ausgewanderten deutschen gehört (der früher Bühnenaufbauer für viele Deutsche und Schweizer Künstler war und Polo Hofer für seine unglaubliche Bühnenstandfestigkeit selbst im härtesten Delirium bewundert). Dort arbeiten gegen Kost und Logis auch zwei Reisende (Carolin aus Deutschland und Adrian aus der Schweiz), die planen, ihr Auto einige Zeit in Costa Rica stehen zu lassen und in Europa etwas Geld zu verdienen, um dann weiterreisen zu können. Da die Beiden vom Norden her gekommen sind, informieren wir uns, wie gefährlich die Weiterreise durch Mittelamerika werden wird. Es kommt schreckliches zu Tage: Auf einer Wanderung auf einen Vulkan in Guatemala wurden sie überfallen und mehrere Stunden unter Waffengewalt festgehalten (u.a. knieend mit Schusswaffen im Rücken), um weitere Wandernde zu überfallen (damit sie so lange die Polizei nicht alarmieren konnten); in Belize wurden die beiden auf dem Parkplatz einer Jugendherberge mit vorgehaltener Pistole geweckt, ausserdem haben sie von anderen Reisenden vernommen, dass Bewaffnete auf Aussichtspunkten entlang der Strassen warten…. Ja und so wird uns immer mulmiger, bei der Vorstellung was uns noch alles droht auf unserer weiteren Reise Richtung Norden.
Jedenfalls reden wir so lange weiter, dass es wieder Abend wird und so fahren wir nochmals an unseren inoffiziellen Campingplatz am Arenalsee zurück, um halt einen Tag später aufzubrechen.

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Vulkan Poás

Nachdem wir uns von allen verabschiedet haben fahren wir los zum Volcán Poás. Als wir aber oben auf etwa 2’700m.ü.M. ankommen, ist es bereit stark bewölkt bzw. neblig und es beginnt auch leicht zu nieseln.
Wir entscheiden uns deshalb zur Weiterfahrt Richtung Fortuna und Arenalsee. Unterwegs halten wir ein paar Mal bei den Vulkanerdbeerenverkäufern und kaufen nebst der Erdbeeren auch den lokalen „Schnur“-käse, der wie ein Knäuel Schnur aufgewickelt ist und uns bestens schmeckt.
Die Strasse wird jedoch rapide schlechter und bei einer Baustelle sind wir zu einem längeren Zwischenhalt gezwungen, bis die Strasse wieder freigegeben wird. Wir verlassen auch die Gebirgsregion, die v.a. vom Kaffeeanbau dominiert wird und kommen wieder in tiefer gelegene Gefilde, was mit einer starken Temperaturzunahme verbunden ist.

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San José

Vom Irazú gelangen wir schnell nach San José, wo Franck bereits auf uns wartet. Wir werden freundlich begrüsst, gesehen haben wir uns vor etwa zehn Jahren das letzte Mal (auch hier in San José). Er hat mittlerweile geheiratet und baut gerade die Büroräumlichkeiten seines Reisebüros  aus.
Wir bekommen auch gleich ein Zimmer zur Verfügung gestellt und als wir es betreten fallen wir beinahe in Ohnmacht: es ist riesig und hat sogar einen eigenen Whirlpool im Zimmer! Zum Abendessen werden wir mit einem –
extra für uns zubereiteten – Zürigschnätzlets verwöhnt. Des Nachts gehen wir zwar aus und obwohl wir sehr spät zurückkehren, müssen wir noch unbedingt unser Privatjacuzzi ausprobieren in dem wir dann auch einschlafen.
Am folgenden Tag spazieren wir durch San José, besuchen verschiedene Plätze und Kirchen und auch den Zentralmarkt und kehren erschöpft ins Hotel zurück.
Nach einer weiteren Nacht im hübschen Hotel, haben wir dann Zeit, noch ein wenig mit Franck zu schwatzen und ein paar seiner Mitarbeiter kennen zu lernen. Da es dann schon Nachmittag ist, als wir aufbrechen wollen, überredet er uns dazu, eine weitere Nacht im Fleur de Lys zu verbringen und so brechen wir erst am nächsten Morgen auf in Richtung Vulkan Poás.

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Vulkan Irazú

Ganz früh am nächsten Morgen fahren wir den Abhang des Irazú hinauf und als wir beim Eingang ankommen, ist der Zutritt zum Kraterrand noch geschlossen: irgendwie haben wir die Zeitumstellung nach Costa Rica verpasst und sind jetzt etwas zu früh dran. So haben wir nun Zeit für ein gemütliches Frühstück mit bester Aussicht.
Als wir dann hinein dürfen haben wir den Kraterrand vorerst nur für uns, der Kratersee hat aber enttäuschenderweise stark an Wasser eingebüsst und die schöne grüne Färbung sehen wir nur, wenn wir die Absperrung zum Krater hin überklettern. Als sich dann die ersten Touristenbusse einstellen, begeben wir uns wieder auf die Fahrt ins Tal hinunter.
Als wir auf der Fahrt hinunter ein nettes Bergrestaurant sehen, entscheiden wir uns für einen gemütlichen Jass, bei zuerst schöner und später immer wolkenverhangeneren Aussicht.

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Cartago

Auf der Fahrt ins Landesinnere gilt es zwei Bergketten zu überwinden und schnell bemerken wir, warum es in Costa Rica so viele verschiedene Vegetationszonen auf kleinstem Raum gibt – schnell es wird kühler und nebliger.
Am späten Nachmittag kommen wir dann in Cartago an, das zu Füssen des Vulkans Irazú liegt, den wir am nächsten Morgen besuchen wollen. Wir kommen am Parque Central vorbei, wo wir auch eine schöne Kirchenruine vorfinden; selten haben wir erlebt, dass eine Ruine das Zentrum bildet.
Anschliessend besuchen wir die Basilica de Nuestra Señor de Los Angeles, die wichtigste Pilgerstätte Costa Ricas, da sie der Schutzheiligen des Landes geweiht ist. Entgegen dem Äusseren ist das Kircheninnere schön mit Holz ausgekleidet und voller BesucherInnen eines Gottesdienstes.
Da wir später keine passendes Hotel finden, trinken wir im McCafe noch einen solchen („Asche über unser Haupt“) und übernachten anschliessend auf dem dazugehörigen Parkplatz.

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Am Strand zwischen Uvita und Dominical

Die Zollformalitäten in Costa Rica sind mehr oder weniger rasch erledigt (Stempel im Pass holen, Autoversicherung und Fahrgenehmigung bzw. temporären Autoimport besorgen) und schnell erreichen wir auch Palmar Norte, wo wir uns zu einer Weiterfahrt entlang der Küste entschliessen und entsprechend einkaufen, damit wir an den Stränden auch etwas zu essen und zu trinken haben. Wir finden schliesslich einen schönen Platz am Strand, im Schatten unter Bäumen (sehr wichtig, da es sehr heiss ist) wo auch ein paar Einheimische parken und baden (auch sehr wichtig – v.a. für Fabian – da das ein Hinweis darauf ist, dass man hier auch sicher im Meer baden kann).
Nachdem wir ein erstes erfrischendes Bad in den tollen (aber zum Teil heftigen) Wellen genommen haben, stellen wir unsere Tischchen, Stühle und den Gasgrill auf. Dann gehen wir erneut ins Meer und gönnen uns einen Aperitif aus Brot, Käse und Wein, bei dem es mal wieder zu einem gemütlichen Jass kommt, der immer wieder durch kurzes ins-Meer-springen unterbrochen wird.
Nachdem wir uns mit unserer Aussendusche alle das Salzwasser abgeduscht haben, grillen wir die verschiedene Gemüse (Paprika, Auberginen, Maiskolben…) und die tollen Würste, die wir uns frisch vom Metzger besorgt hatten auf Patrics Hochqualitätsgasgrill. Dazwischen wird stetig weitergejasst und je dunkler es wird, desto mehr Krebse umzingeln uns, die sich auch je länger je weniger verscheuchen lassen. Am späteren Abend werden wir noch von einem Tico um Hilfe gebeten, der seinen Wagen so tief in den Sand gefahren hat, dass er nicht mehr herauskommt –
danach haben wir den Strand für uns (bis auf ein paar Kurzbesuche von Touristengrüppchen, die eierablegende Schildkröten zu finden hoffen). Da wir so viel gegrillt hatten, reicht es uns auch noch für einen schmackhaften Mitternachtslunch und erst spät und nach langem Jassen finden wir in unsere Betten.
Am nächsten Morgen geht es hedonistisch weiter und nach eine Bad im Meer gibt es ein gemütliches Müslifrühstück. Im Verlauf des Tages trudeln dann immer mehr Ticos mit ihren Autos am Strand ein (klar, es ist ja auch Sonntag), sodass wir uns zur Weiterfahrt ins Landesinnere entschieden.

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