Archiv der Kategorie: Argentinien

San Martín de los Andes – Junín de los Andes – Reserva Indigena Atreuco – Parque Nacional Lanín

Wir überqueren also mal wieder die Grenze nach Argentinien und halten direkt nach dem Grenzpass (auf den chilenischen Karten heisst er „Paso Cardenal Antonio Samoré während er auf den argentinischen Karten „Paso Puyehue“ heisst) an einem völlig mit schwimmendem vulkanischen Bimsstein zugedeckten See. Es ist ein faszinierendes Gefühl, den Arm in die schwimmenden Steine zu stecken und kaum auf einen Widerstand zu stossen. Das ganze sieht völlig unwirklich aus. Weiter geht es dann auf der „Panoramastrecke“ RN 234 entlang vieler Seen nach San Martín de los Andes. Leider bekommen wir aufgrund des neblig-regnerischen Wetters nicht all zu viel Panorama geboten. San Martín de los Andes wirkt dann wie eine Kopie des ebenfalls sehr touristischen El Calafate: alle Gebäude verfügen über hölzerne Verschalungen und auch die Telefonzellen sind wieder im selben Stil gehalten. Wir erhalten im Touri-Büro eine gute Karte der Region und finden auch wieder Gaskartuschen zu kaufen, damit wir nicht weiterhin auf dem leicht russenden Notkocher von Gisela weiterkochen müssen. Wir entscheiden uns dann noch zur Weiterfahrt nach Junín de los Andes. Dort erkundigen wir uns bei einer Touristeninformation ob der individuelle Besuch eines Mapuche-Dorfes möglich sei, was mit „ja, problemlos“ beantwortet wird. Anschliessend übernachten wir nahe des zentralen Platzes am Strassenrand auf einem Parkplatz.
Gut informiert begeben wir uns also am nächsten Tag in die Reserva Indigena Atreuco, welche nur 4km von der Strasse nach Pucón/Chile entfernt ist. Dort angekommen, sammelt sich plötzlich das halbe Dorf und führt uns in eine Versammlungshalle, wo alle ihre, eher dilettantischen, Schnitzereien und Strickereien ausbreiten und zum Kauf anbieten. Da wir wohl nicht ohne etwas zu kaufen wieder hier raus kommen, nehmen wir drei kleine, billige Dinge von jeweils anderen Anbietern. Über die Dorfkultur der Mapuche erfahren wir dabei nicht gerade viel und da es auch nichts in der Art eines „Dorfrestaurants“ gibt, wo man Mapuche-Spezialitäten essen könnte, sind wir froh, wieder loszufahren. Für Fabian war dies genug ethnologische Feldforschung zum Thema Mapuche und eine etwas zu teilnehmende Beobachtung. Weiter geht es also durch den Parque Nacional Lanín zur chilenischen Grenze.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien

Alto Rio Senguerr – Valle Rio Cisnes

Von Rio Mayo fahren wir auf der alten – und im Gegensatz zur neuen leider ungeteerten – RN 40 weiter bis nach Alto Rio Senguerr, wo wir noch ein letztes Mal vor der chilenischen Grenze auftanken: wir verfügen jetzt über 60Liter im Tank, ca. 16.5Litern in Kanistern und 23.5Litern in vielen Petflaschen, also alles in allem über ca. 100l Benzin, was trotz boykottierter Tankstellen auf chilenischer Seite doch ein gutes Stück weit bringen dürfte. Etwas weiter nördlich geht es dann über eine einsame Landstrasse mit vielen vielen Tierzäunen, vor denen wir immer wieder anhalten und diese öffnen und schliessen müssen, Richtung Grenze. Wir gelangen schliesslich zum einsamen argentinischen Grenzposten, wo wir freundlich begrüsst werden und der Grenzwächter im ganzen Papierkrieg der Grenzformalitäten etwas überfordert scheint. Danach geht es durch 30km Niemandsland und darin über die morsche „Grenzbrücke“ deren Überquerung unter grosser Anspannung hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit geschieht. Dann erreichen wir die chilenische Grenzstation, wo sich der Grenzwächter (laut einer Tafel einer von sieben, und dies für durchschnittlich 1 Auto pro Tag laut Strichliste am Grenzposten) ebenfalls über Besuch zu freuen scheint und unser Auto mehr aus Interesse denn an unserer Art des Reisens denn als Kontrolle nach verbotenen Lebensmitteln (die wir natürlich gut versteckt haben) anschauen kommt. Bei unserer Weiterfahrt ist es trotzdem schon spät geworden und als es eindunkelt, halten wir bei einer kleinen Ausbuchtung am Strassenrand, kochen Abendessen und legen uns schlafen. In der Nacht beginnt es zu regnen, wie so häufig in Chile, was auch der Grund für die üppige Vegetation (was einem kompletten Wandel zur ariden argentinischen Papa darstellt) sein dürfte.
Am nächsten Morgen fahren wir das Tal hinunter bis zur nord-süd Hauptstrasse der pinochet’schen Carretera Austral, der wir dann weiter nordwärts folgen.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Argentinien, Chile

Rio Mayo

Von Perito Moreno aus erreichen wir am späten Nachmittag Rio Mayo, wo wir nochmals volltanken und eine neue Pet-Flasche unserem Zusatzvorrat hinzufügen (bald geht es ja nach Chile und dort soll es ja momentan kein Benzin geben. Bei der Tankstelle kommen wir mit einem amerikanischen Pärchen aus Phoenix Arizona ins Gespräch und erfahren, dass diese in den letzten Monaten in entgegengesetzter Richtung ziemlich genau dieselbe Strecke gefahren sind, wie unsere vor uns liegende. Als wir bereits eine längere Weile gequatscht haben, entschliessen wir uns, gemeinsam den hiesigen Campingplatz aufzusuchen und bei einem gemeinsamen Abendessen mit Wein weiterzuquatschen. Nachdem wir uns über die möglichen Routen, Sehenswertes, Strassenzustand und die Sicherheitslage ausgetauscht haben, reden wir weiter über Gott und die Welt. Wir erfahren, dass er (Daniel), auch Ethnologie studiert hat und freiwillig in der Nationalgarde diente, um bei Buschbränden und anderen Katastrophen zu helfen. Er wurde dann aber nach Afghanistan versetzt und musste dort ein Jahr lang dienen (bei gerade mal zwei Wochen Heimaturlaub). Die beiden sind auch bereits verheiratet (er 24 Jahre alt, sie 26) und haben in der Politik meist verschiedene Ansichten, v.a. über Steuern und Krankenversicherungen. Daniel erzählt uns, dass er damals Bush gewählt hatte und danach aber Obama, von dem er aber stark enttäuscht ist. Er ist zwar kein lediglich reaktionär Denkender (bzw. „Nicht-Denkender“), aber unsere Ansichten prallen manchmal diametral aufeinander. Kurz: Es ist ein höchst unterhaltsamer und interessanter Abend und wir gehen nach langen Diskussionen erst um 3 Uhr morgens schlafen.
Am nächsten (mehr oder weniger) Morgen duschen und frühstücken wir noch auf dem Campingplatz, als wir dann allerdings wieder am quatschen sind, verscheucht uns der Campingplatzwart, da man eigentlich den Platz bereits vor 10 Uhr wieder verlassen haben müsste (und es bereits kurz vor 12 ist). Wir diskutieren also noch etwas in der Einfahrt zum Campingplatz weiter und schaffen es dann endlich uns zu verabschieden. Sie fahren nach Süden bis Ushuaia weiter und wir in den Norden.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien

Bajo Caracoles – Cueva de las Manos – Perito Moreno

Bei der Abzweigung von der RN40 zur Cueva de las Manos, im Weiler Bajo Caracoles, wollen wir eigentlich nochmals tanken, finden aber nur ein gestrandetes amerikanisches Pärchen in unserem Alter vor, die an der Tankstelle auf Nachschub warten, der irgendwann in den nächsten Tagen geliefert werden soll. Statt also unsere Vorräte aufzufüllen, helfen wir den Gestrandeten mit etwas Benzin aus, damit es ihnen auch bis zur voraussichtlich nächsten Tankstelle in Perito Moreno reicht.
Wir machen uns dann auf unseren Umweg zur Cueva de las Manos, die in einem wunderschönen Canyon liegt, und wo vor tausenden von Jahren die örtlichen Jäger- und Sammlergemeinschaften ihre Hände (eine mit sogar sechs Fingern) in negativ auf den Felsen entlang des Canyons verewigt haben (plus ein paar Zeichnungen von Tieren und Jagdszenen). Man darf den Ort nur im Rahmen einer Führung besuchen. Herumgeführt werden wir von einer begeisterten jungen Dame (wie kann man nur derart begeistert über etwas erzählen, das man jeden Tag x-Mal verschiedenen Gruppen erzählt?!) und ausserdem müssen wir wegen gelegentlichen Steinschlags lächerliche Bergbauhelme tragen. Die Führung macht aber trotzdem (oder gerade auch deswegen) Spass.
Anschliessend geht es auf die RN40 zurück und weiter nordwärts bis in die Ortschaft Perito Moreno (die weder in der Nähe des Gletschers Perito Moreno, noch in der Nähe des Nationalparks Perito Moreno liegt, die des weiteren auch wiederum nicht in unmittelbarer Nähe zueinander liegen –
jedenfalls heissen halt alle gleich), wo wir endlich mal wieder unbegrenzt tanken können, weshalb wir auch alle Pet-Flaschen, die wir in den letzten Tagen getrunken hatten hier mit Benzin auffüllen. Wir übernachten dann auf dem örtlichen Campingplatz, in dessen Küche/Aufenthaltsraum viele Einheimische vor einem Radio versammelt sind, in dem eine – weder durch Musik noch Werbung unterbrochene – Fussball-Live-Übertragung läuft, bei der der Sprecher scheinbar nie Luft zu holen braucht; auch das eigentlich geltende Rauchverbot ist wohl ausser Kraft gesetzt und alles wird ganz schön vollgequalmt (natürlich leistet Fabian auch pflichtschuldig seinen Beitrag).

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien

Tres Lagos – Gobernador Gregores

Nach kurzer Fahrt erreichen wir die Ortschaft Tres Lagos, durch welche wir einmal hin und her fahren, um die Tankstelle (um deren Existenz wir wissen) endlich zu finden. Leider hat es aber kein Benzin mehr, dafür gleich anbei einen frechen Garagisten, der sich wohl Notvorräte gebunkert hat und uns jetzt Benzin zum zweieinhalb-fachen Preis anbietet. Wir verzichten, entschliessen uns dafür aber auf unserer Weiterfahrt zum Umweg über Gobernador Gregores, wo es ebenfalls eine Tankstelle geben soll. Wir bekommen Benzin, aber nur für maximal 100 argentinische Pesos pro Tag (ca. 23 Liter). Weil es schon spät ist und wir am nächsten Tag nochmals unsere Ration Benzin erhalten könnten, entschliessen wir uns, über Nacht hierzubleiben. Die Suche nach einem Hotel ist nicht ganz einfach, schliesslich übernachten wir in einem kleinen Hotel eines älteren Ehepaars, holen uns in einer nahen Panaderia sauteure Sandwiches und schauen dann nach langer Zeit mal wieder etwas TV, wobei Johanna bereits nach kurzer Zeit einschläft.
Nach einer gemütlichen heissen Dusche am nächsten Morgen, begeben wir uns zwecks Vorratsaufstockung mal wieder in unseren Lieblingssupermarkt und tanken dann nochmals für 100 Pesos. Dann geht es weiter auf der Ruta 40 und erfahren uns bereits nach kurzer Zeit den 40’000sten Kilometer im Auto auf unserer Reise – die Erde hätten wir jetzt also umfangmässig bereits umrundet, unsere Reise soll aber noch etwas weiter gehen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien

El Chaltén – Cerro Fitz Roy

In El Chaltén angekommen müssen wir feststellen, dass es eingentlich schon zu spät für eine Wanderung ist. Deshalb verbringen wir den Nachmittag mit etwas lesen. Des Abends fahren wir auf den Parkplatz vor der Parkverwaltung, wo uns ein freundlicher, nach Australien ausgewanderter, Amerikaner namens Bill, der ebenfalls in einem VW-Bus unterwegs ist, darauf hinweist, dass ihn die Parkverwaltung von diesem Parkplatz verscheucht habe, die Parkplätze gegenüber aber für Übernachtungen benutzt werden dürfen. Des Weiteren übernachtet noch ein Zürcher Ehepaar im Mercedes Sprinter auf dem Parkplatz. Da diese sich dann angeregt über die Benzin-Situation in Chile unterhalten, erfahren wir, das momentan im Süden Chiles kein Benzin mehr zu kaufen sei und es immer wieder Strassensperren gebe, an denen man stundenlang zu warten habe. Dies als Protest um gegenüber der Regierung einen langen Katalog von Forderungen durchzusetzen – wir sind froh, dies zu erfahren und uns entsprechend drauf vorbereiten zu können. Wir verabreden uns dann mit Bill, früh am nächsten Morgen gemeinsam die Wanderung zum Lago de los Tres am Fusse des hoch aufragenden Cerro Fitz Roy in Angriff zu nehmen.
Wir machen uns also gemeinsam auf die viereinhalbstündige Wanderung. Da Bill schon etwas älter ist und es 750 Höhenmeter zu bezwingen gilt, kommen wir relativ langsam voran, kommen aber in den Genuss mancher nicht-wolkenverhangener Aussicht auf den Cerro Fitz Roy. Auf halben Hinunterweg trennen sich dann unsere Wege, Bill wird zum Auto zurückkehren und wir, die wir die Ausrüstung für zwei Tage (Zelt und Proviant usw.) dabei haben, nehmen den weiteren Weg entlang zweier schöner Seen (Lagos Madre e Hija) und zum Campamento DeAgostini, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.
Am nächsten Tag laufen wir dann noch das letzte Stück bis zur Laguna Torre, leider wird aber die Sicht auf die Felsnadel des Cerro Torre immer wolkenverhangener. Wir können unseren Rückweg zum Auto aber trockenen Fusses beschreiten und als wir dort ankommen, ist Bill noch da und hat einen grossen Topf Suppe gekocht. Da er ausserdem noch drei Steaks hat, schlägt er uns ein gemeinsames Abendessen vor. Wir besorgen dafür noch Bier im kleinen Laden von El Chaltén und kochen Nudeln zum Fleisch. Es wird ein langer Abend mit viel Erzähltem (so war Bill u.a. in der Schah-Zeit als Bauingenieur im Iran tätig). Da wir ungefähr dieselbe Route nordwärts verfolgen, nehmen wir uns vor, uns immer wieder zu schreiben und – nach Möglichkeit – gelegentlich zu treffen, sodass wir dann unsere Autos in einem billigeren geteilten Schiffscontainer aus von Kolumbien nach Panama verschiffen könnten.
Nachdem wir am nächsten Morgen die Bierflaschen mit dem unsäglichen argentinischen Depot (darf jeweils nur genau in demselben Ort wieder abgegeben werden, in dem man die Flaschen gekauft hat und ist meist derart hoch, das man dies dann eben auf sich nimmt) abgegeben haben, machen wir uns auf den Weg, der RN 40 entlang weiter in Richtung Norden.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien

El Calafate – Perito Moreno Gletscher

El Calafate erreichen wir jedoch nicht mehr am gleichen Abend wie wir im Torres del Paine Nationalpark losgefahren sind. Zwar ist die Grenze relativ informell und somit rasch überquert, doch ist der Zustand der Ruta 40 miserabel. Da es auch unterwegs keine Ortschaften mehr gibt, müssen wir erneut im Auto übernachten.
Am nächsten Tag kommen wir dann in El Calafate an, quartieren uns in einer Hospedaje ein und finden ein Restaurant mit WiFi: Endlich wieder mal eine heisse Dusche und Internetzugang. Ausserdem hängen wir das Zelt zum trocknen im Zimmer auf.
Den nächsten Tag verbringen wir als eine Art Ruhetag. Wir bringen die Wäsche in die Wäscherei, frühstücken lange, datieren Blog und Tagebuch auf, spazieren ein wenig durch die ethno-kitschige Touristenmeile des Ortes und füllen in unserem argentinischen Lieblingssupermarkt „La Anonyma“ mal wieder unsere Vorräte auf.
Erst am nächsten Tag fahren wir zum 80km entfernten (alles Teerstrasse) Perito Moreno Gletscher, an dessen 60m aufragender und 5km langer Front wir hin und her spazieren. Obwohl wir ein paar ins Wasser knallende Eisabbrüche mitbekommen, gelingt und doch nie eine schöne Aufnahme derselben – man ist stets zu spät mit der Kamera am richtigen Ort, oder es gelingt einem dann nicht, zum Abbruchort hinzuzoomen. Trotzdem ist der Gletscher höchst imposant, wie er sich so vor uns präsentiert. Erst gegen Abend kehren wir dann nach El Calafate zurück, wo wir nochmals eine Nacht verbringen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien

Ushuaia

In Ushuaia angekommen spazieren wir etwas durch das sehr touristische Zentrum und erkundigen uns nebenbei, was einer der Antarktistörns kosten würde. Leider starten die Preise erst bei US$ 4’700 pro Person für lediglich 10 Tage (wobei die ersten und letzten beiden Tage aus der Überfahrt an sich bestehen). Da beinahe alle Antarktistrips, die auch bei uns angeboten werden, sowieso von hier aus starten, ist dies schon eine einmalige Gelegenheit (so müsste man nicht eigens nach Ushuaia fliegen, um sich dann die Antarktis ansehen zu können), der Preis erscheint uns aber nach einem mehrere Tage dauernden Entscheidungsprozess doch zu hoch zu sein und wir verzichten schliesslich.
Wir lassen dafür mal wieder unsere Wäsche waschen und machen eine Wanderung hoch zum Martial Gletscher, die zwar bei Regen beginnt, während der sich das Wetter aber im Verlauf des Aufstiegs aufhellt und wir schliesslich eine wunderschöne Aussicht auf Ushuaia und den Beagle-Kanal geniessen dürfen. Auf der Rückfahrt hinunter nach Ushuaia nehmen wir dann zwei autostoppende Wanderer mit und wie sich herausstellt sind diese beiden zufälligerweise ebenfalls Schweizer.
Nach einem weiteren Stadtbummel starten wir dann unseren (hoffentlich) langen Weg in Richtung Norden, übernachten aber nochmals auf Feuerland, nämlich auf einem Hotelparkplatz in der Nähe des Lago Fagnano in Tolhuin.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Argentinien

Fahrt nach Feuerland (Puerto San Julián)

In Puerto San Julián kommen wir des Abends an und finden den Campingplatz erst nach einigem Suchen und nach vielen verwirrenden und sich widersprechenden Hinweistafeln. Den nächsten Tag verbringen wir als eine Art von Ruhetag, bevor wir weiter in Richtung Süden fahren. In Rio Gallegos, kurz vor der Grenze zu Chile wollen wir eigentlich nochmals auf dem Campingplatz übernachten, dieser ist jedoch nur für Zelte gedacht und Fahrzeuge müssen draussen bleiben (und dies in einer nicht unbedingt vertrauenerweckenden Gegend). Deshalb entscheiden wir uns zur Fortsetzung unserer Fahrt und erreichen auch nach Kurzem die Grenze. Da die Grenzformalitäten einige Zeit in Anspruch nehmen und wir zur Einreise in Chile alle Nahrungsmittel deklarieren müssen (wir „opfern“ bei der Durchsuchung unseres Fahrzeugs einen Honig, damit die Grenzbeamtin nicht mehr weiter sucht; haben wir doch erst in Comodore Rivadavia unsere Vorräte aufgestockt), ist es bereits spät, als wir den chilenischen Abschnitt unserer Fahrt nach Ushuaia in Angriff nehmen. Auch hat es in diesem Abschnitt Chiles keine grösseren Orte, weshalb wir uns noch kein chilenisches Geld an einem Bankomaten beschaffen können. Also fahren wir weiter und plötzlich beinahe direkt ins Meer hinein: hier geht es nicht mehr weiter und wir müssen auf die Fähre warten, die uns nach Feuerland bringen wird. Glücklicherweise fährt diese noch bis kurz nach Mitternacht und wir erwischen so etwa die letzte Dienstfahrt an diesem Tag. Leider ist die Strasse dann nicht mehr sehr lange geteert und auf der Schotterstrasse kommen wir nur mehr langsam voran. Wir beschliessen deshalb, unterwegs in einer kleinen Ausfahrt im Auto zu übernachten.
Am nächsten Morgen geht es weiter auf der Schotterstrasse zur chilenischen Grenze, dann durch etwa 10km Niemandsland bis zur argentinischen Grenze, wo gleich dahinter glücklicherweise wieder die Asphaltstrasse beginnt und wir somit relativ zügig nach Ushuaia weiter fahren können.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien, Chile

Monumento National Bosques Petrificados

Bereits knapp 100km nach Fitz Roy kommt die Abzweigung zum Park der versteinerten Bäume und nach lediglich 50km auf einer Schotterstrasse erreichen wir diese. Die Landschaft rund um uns herum ist von bezaubernder Kargheit und erinnert uns stark an Island. In völliger Einsamkeit hat es ein kleines Besucherzentrum (wir sind die einzigen Besucher) in dem uns erklärt wird, dass die Bäume bei einem Vulkanausbruch von Asche zugedeckt wurden und im Verlauf der Zeit die Struktur der Bäume durch Mineralien mehr oder weniger genau nachgebildet wurde. Wir wandern anschliessend durch die menschenleere Gegend in der es beständig stark windet und betrachten die versteinerten Bäume entlang unseres Weges. Leider machen sich bei Fabian auch die Strapazen der lange Fahrt von gestern bemerkbar, weshalb er die ein oder andere Gelegenheit für ein kurzes Erholungsschläfchen ergreift.
Danach fahren wir wieder weiter, zurück auf die RN 3 und bis nach Puerto San Julián.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Argentinien